AQUA

Das Rockmuseum lässt den größten Erfolg der 90er Jahre des Landes wieder aufleben

14 Millionen verkaufte Alben sprechen eine deutliche Sprache. Aquas Debütalbum „Aquarium“ aus dem Jahr 1997 ist aus der dänischen Musikgeschichte nicht wegzudenken. Deshalb taucht das Rockmuseum nun tief in das größte musikalische Exportabenteuer des Landes aus den 90er Jahren ein – von Tølløse bis nach Tokio.
VERFASST VON
Karina Edlund Jensen
DATUM
24.06.26
Vor 30 Jahren verbrachten vier Freunde den gesamten Sommer 1996 in einem heißen Raum in Kopenhagen, um an elf Songs für ihr bevorstehendes Debütalbum zu arbeiten. Hätten sie sich stattdessen dafür entschieden, am Strand Zapp-Eis zu essen, wäre das erfolgreichste dänische Kapitel der internationalen Musikgeschichte wohl nie geschrieben worden.

Deshalb widmet das Rockmuseum diesem Album, an dessen Fertigstellung Lene Nystrøm, René Dif, Søren Rasted und Claus Norreen arbeiteten, ein neues, sommerliches Universum einschließlich eines Indoor-Poolparty-Bereichs: Aquas Debütalbum „Aquarium“.
Anführungszeichen
„Aquarium“ nimmt in den Geschichtsbüchern einen besonderen Platz ein. Mit einer weltweiten Verkaufszahl von 14 Millionen Exemplaren gibt es in der dänischen Musikgeschichte kein kommerziell erfolgreicheres Debütalbum einer Band, und das ist auch Jahrzehnte später noch eine beeindruckende Leistung.
Rasmus Rosenørn, Museumsdirektor, Rockmuseum

MOMENT MAL, EURODANCE IN EINEM ROCKMUSEUM?

Dancepop. Eurotrash. Kaugummi-Pop. Die Musik von Aqua hat viele Bezeichnungen, aber in keiner davon kommt das Wort „Rock“ vor. Warum widmet das Rockmuseum Aqua und der Welle dänischer Kaugummi-Pop-Künstler der späten 90er Jahre überhaupt Aufmerksamkeit?

Dafür hat Museumsdirektor Rasmus Rosenørn eine Erklärung:

„Mit der Ausstellung ‚Aquarium‘ unterstreichen wir, dass das Rockmuseum kein genrespezifisches Museum ist. Der Name geht vielmehr auf die DNA des Rocks selbst zurück. Er ist eine Würdigung der enormen Bedeutung, die der Rock ab den 1950er Jahren erlangte, als er als Teil der Popkultur der Jugend eine neue, globale Sprache gab, die die Welt veränderte. Ebenso sehen wir spätere gesellschaftsverändernde Kräfte in der Disco-Musik, im Folk und im Punk sowie in der hyperkommerziellen Popkultur, für die Aqua steht“, sagt Rasmus Rosenørn. 

Die Ausstellung wurde am 25. Juni 2026 eröffnet

Weiterlesen